November 2014 (8/14)

Flüchtlingsunterbringung in Deutschland: Ausbau der Kapazitäten hinkt Bedarf hinterher

13.11.2014

Ist Deutschland mit der steigenden Zahl an Asylsuchenden überfordert? Diesen Eindruck vermitteln zumindest die Bilder von überfüllten Aufnahmeeinrichtungen und gewaltsamen Übergriffen durch Sicherheitspersonal in Sammelunterkünften. Um die Situation der Asylantragsteller zu verbessern, wurden verschiedene Vorschläge auf Krisengipfeln diskutiert. Der Bundestag beschloss ein Gesetz, das Sonderregelungen für den Bau von Sammelunterkünften vorsieht.

Flucht nach Europa: Das Mittelmeer ist der gefährlichste Grenzübergang der Welt

13.11.2014

Mehr als 3.000 Menschen haben in den ersten zehn Monaten des Jahres 2014 ihr Leben bei dem Versuch verloren, das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren. Hauptzielland für die Einreise in die EU auf dem Seeweg bleibt Italien. Im Rahmen der italienischen Militär- und Seenotrettungsoperation „Mare Nostrum“ konnten innerhalb eines Jahres mehr als 100.000 Migranten vor dem Ertrinken bewahrt werden. Die Operation wird Ende 2014 allerdings eingestellt. Ein adäquater Ersatz fehlt.

Flüchtlinge in Europa: Ein Blick auf die Herkunftsländer Eritrea und Somalia

13.11.2014

Die Zahlen der Asylantragsteller in Europa steigen seit dem Jahr 2008 kontinuierlich an. Im Mittelpunkt auch unserer Berichterstattung standen in der Vergangenheit hauptsächlich die Schutzsuchenden aus den Krisenregionen Syrien und Irak. Die Situation der Menschen in anderen wichtigen Herkunftsstaaten wie Afghanistan, Pakistan, Eritrea und Somalia droht aus dem Blick zu geraten. Was geschieht in diesen Ländern? Was veranlasst die Menschen, aus ihnen zu fliehen? Migration & Bevölkerung beleuchtet in dieser Ausgabe die Lage Eritreas und Somalias, in der nächsten Ausgabe folgen die Lageberichte zur Situation in Pakistan und Afghanistan.

Ebola-Epidemie wirkt sich auf Freizügigkeit und Einwanderung aus

13.11.2014

Der Ausbruch und die Verbreitung des Ebola-Virus haben weltweit zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen im Reiseverkehr geführt. Während einige Staaten mit Bedacht auf verstärkte Kontrollen Reisender aus der Region setzen, wird die Angst der Bevölkerung vor einer Ansteckung mit Ebola in anderen Staaten benutzt, um Einwanderungsbeschränkungen zu fordern.

Interview: „Die Debatte um Neutralität muss neu geführt werden“

13.11.2014

In Deutschland tragen 28 % aller muslimischen Frauen ein Kopftuch. Viele von ihnen sind Akademikerinnen. Der Zugang zu Stellen in öffentlichen Institutionen bleibt jedoch insbesondere Lehramtsabsolventinnen mit Kopftuch häufig versperrt. Wir sprachen mit der Studentin und Mitinitiatorin des deutschlandweiten „Netzwerk für muslimische Lehrerinnen und Lehrer“ Vildan Aytekin über gesetzliche Hürden, Mehrfachdiskriminierungen und ihren Wunsch nach einer besseren Teilhabe an feministischen Debatten.

Asylkompromiss geschlossen

13.11.2014

Am 29. Oktober hat die Bundesregierung einen „Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rechtsstellung von asylsuchenden und geduldeten Ausländern“ verabschiedet, der unter anderem die Abschaffung der Residenzpflicht nach drei Monaten und die frühzeitigere Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylbewerber und Geduldete vorsieht.

Tipp aus der Redaktion: Exodus. Warum wir die Einwanderung neu regeln müssen.

13.11.2014

Einwanderung ist nicht per se gut oder schlecht, sondern es gibt wie bei den meisten gesellschaftlichen Prozessen Gewinner und Verlierer. Wer von ihr profitiert und wer etwas riskiert, zeichnet der Direktor des Zentrums für afrikanische Ökonomien an der Universität Oxford Paul Collier in „Exodus. Warum wir Einwanderung neu regeln müssen“ nach. Darin spricht er sich für eine begrenzte Einwanderung aus, weil alles andere den ärmsten Ländern der Erde massiv schaden würde. Die Krisenmigration, wie sie aktuell die Debatten bestimmt, hat er jedoch kaum mit in den Blick genommen.