In Spanien konnten illegale Einwanderer vom 21. März bis 31. Juli dieses Jahres eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen (vgl. MuB 5/2000). Das Ergebnis der Legalisierungskampagne übertraf die Erwartungen der Behörden bei weitem.
Vor Beginn der Legalisierungskampagne rechnete die Regierung mit maximal 100.000 Antragstellern. Die Migranten mussten nachweisen, dass sie sich bereits vor dem 1. Juni 1999 in Spanien aufgehalten hatten. Wie jetzt bekannt wurde, beantragten etwa 210.000 Migranten eine Aufenthaltsgenehmigung. Bislang wurden 91.000 Anträge genehmigt, 12.500 Anträge wurden abgelehnt. Der Regierungsbeauftragte für Einwanderung, Enrique Fernandez-Miranda, rechnet mit insgesamt 155.000 Aufenthaltsgenehmigungen. Nach Angaben der Behörden stammt der Großteil der Antragsteller aus Marokko, Ecuador, Kolumbien, China und Rumänien.
Illegale Migration nach Spanien ist unterdessen weiter angestiegen. In der ersten Jahreshälfte wurden doppelt so viele Ausländer beim Versuch der illegalen Einreise aufgegriffen wie im Vorjahreszeitraum. Bei 90% der Aufgegriffenen handelte es sich um Marokkaner. vö