Immer weniger Migranten bleiben dauerhaft in Deutschland. Das belegen aktuelle Daten der OECD. Die klassischen Einwanderungsländer sind weiterhin Hauptziel für permanente Zuwanderung.
Der Bericht „International Migration Outlook 2006“ der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beinhaltet erstmals international vergleichbare Daten für dauerhafte Zuwanderung. Damit sind Neuzuwanderer ebenso gemeint wie Personen, die bereits in ihrem Aufnahmeland gelebt haben und deren temporärer Status in einen dauerhaften umgewandelt wurde.
Laut OECD geht die legale und dauerhafte Zuwanderung nach Deutschland zurück. Im Jahr 2004, dem letzten Jahr verfügbarer Daten, erhielten ca. 202.300 Personen in der Bundesrepublik einen permanenten Aufenthaltsstatus. Dies entspricht einem Rückgang um 36.100 Personen im Vergleich zum Vorjahr (2003: 238.400; -15 %).
Die wichtigsten Einwanderungsländer laut dieser Statistik
sind weiterhin die USA mit 946.100 (2003: 705.300; + 34 %), Großbritannien
mit 266.500 (214.600; + 24 %) und Kanada mit 235.800 dauerhaften Einwanderern
(221.400; + 7 %). Insgesamt erhielten 2004 zwischen 3 und 3,5 Mio.
Einwanderer einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in einem der Industrieländer.
me
Weitere Informationen:
www.oecd.org/dataoecd/34/36/36850633.pdf
www.oecd.org/document/