USA: Aufnahme von 13.000 Flüchtlingen aus Burundi
angekündigt
Die Vereinigten Staaten haben Mitte Oktober die Aufnahme von etwa 13.000 Flüchtlingen
aus Burundi im Jahr 2007 angekündigt. Damit kommen sie einer Bitte des
UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) nach. Die Flüchtlinge waren 1972
infolge der Konflikte zwischen den Volksgruppen Hutu und Tutsi aus ihrer Heimat
in die Nachbarländer geflohen, darunter auch nach Tansania. Insgesamt leben
dort derzeit etwa 170.000 burundische Flüchtlinge, überwiegend Hutu,
unter äußerst prekären Lebensbedingungen. Eine realistische
Rückkehroption gibt es laut UNHCR nicht. Die USA prüfen nun, welche
der Flüchtlinge sie aufnehmen werden. Die ersten Flüchtlinge können
bereits Anfang 2007 in die USA einreisen. Die USA nehmen jedes Jahr eine durch
den Präsidenten festgelegte Anzahl von Flüchtlingen auf (Resettlement
Program).
www.unhcr.org/news/NEWS/45365a5c4.html
USA: Bush besiegelt Grenzausbau
Anfang Oktober hat US-Präsident George W. Bush (Republikaner) ein Gesetz
unterzeichnet, das die Errichtung einer rund 1.000 km langen Sperranlage an
der Südgrenze zu Mexiko vorsieht. Im September hatte bereits der US-Kongress
dem Vorhaben zugestimmt. Die Grenze soll mit zusätzlichen Zäunen,
Fahrzeugsperren, Infrarotkameras und Radarstationen ausgestattet werden, um
unerlaubte Grenzübertritte zu verhindern (vgl. MuB 5/06).
Die mexikanische Regierung sieht ihre Beziehungen zu den USA dadurch „beschädigt“.
Kenia: Somalischer Flüchtlingsstrom
Rund 34.000 Somalis sind nach Angaben des Flüchtlingshochkommissariats
der Vereinten Nationen (UNHCR) seit Jahresbeginn vor der Dürre und den
bürgerkriegsartigen Zuständen ins benachbarte Kenia geflohen. Die
Zahl der Flüchtlinge könnte Schätzungen zufolge bis Ende des
Jahres auf bis zu 80.000 anwachsen. Nach UNHCR-Informationen sind die drei Flüchtlingslager
im grenznahen Dadaab bereits mit 160.000 Flüchtlingen ausgelastet.
www.unhcr.org
www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Somalia/HumanitaereHilfe.html