Im vergangenen Jahr sind deutlich weniger Spätaussiedler mit ihren Familienangehörigen nach Deutschland gekommen als im Jahr zuvor. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort.
Wie der aktuellen Jahresstatistik des Bundesverwaltungsamtes
in Köln zu entnehmen ist, kamen im vergangenen Jahr 7.747 Spätaussiedler
und Familienangehörige nach Deutschland, 7.626 davon aus Ländern der
ehemaligen Sowjetunion (rund 98 %). Hier waren die Russische Föderation
(5.189 Personen), Kasachstan (1.760) und die Ukraine (314) die wichtigsten Herkunftsländer.
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Spätaussiedler um rund 27.800
Personen ab (-78 %, siehe Grafik).
Der überwiegende Teil der Zuwanderer waren jedoch Familienangehörige von Spätaussiedlern. Nur rund 38 % hatten selbst den Status als Spätaussiedler (BVFG § 4), ca. 54 % waren Ehepartner bzw. gemeinsame Kinder (BVFG § 7) und rund 8 % sonstige Familienangehörige (BVFG § 8).
Nach der Einreise werden die Spätaussiedler und ihre Familien zunächst in der Erstaufnahmestelle in Friedland (Niedersachsen) untergebracht, einer Außenstelle des Bundesverwaltungsamtes. Danach werden sie nach einem besonderen Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Bundesländer verteilt, wobei familiäre Bindungen im Bundesgebiet sowie Arbeits-, Erwerbs- und Ausbildungsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (1.679 Personen), Bayern (1.152 Personen) und Baden-Württemberg (984 Personen) entfielen die meisten dieser Migranten. as
Weitere Informationen:
www.bva.bund.de (Bundesverwaltungsgericht)
www.migration-info.de/dum_doks/D_200612Monatsstatistik.pdf