UN-Bericht: Neue Vertreibungen in Darfur
Nach einem Bericht der Vereinten Nationen von Anfang Februar haben in der Krisenregion im sudanesischen Darfur seit Jahresbeginn erneut 30.000 Menschen infolge neuer Kämpfe ihre Heimat verloren. Mindestens 30 Menschen kamen seit Mitte Januar ums Leben. Etwa 5.000 der Flüchtlinge haben den Angaben zufolge Zuflucht in einem Militärlager der Blauhelmtruppen (Unamid) in Süd-Darfur gesucht. Der Weltsicherheitsrat zeigte sich nach den Worten seines amtierenden Präsidenten Yukio Takasu (Japan) „sehr besorgt“. In Darfur gibt es seit 2003 gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen arabischen Reitermilizen, die von der Zentralregierung in Khartum unterstützt werden, und mehreren Rebellengruppen der schwarzen Bevölkerungsmehrheit (vgl. MuB 4/05, 5/05, 9/05). Nach UN-Schätzungen sind bisher rund 300.000 Menschen ums Leben gekommen, 2,5 Mio. wurden vertrieben.
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Malaysia: Anwerbestopp und Entlassung
Infolge der Wirtschaftskrise hat die malaysische Regierung Ende Januar die Anwerbung ausländischer Arbeiter in der Industrie und im Dienstleistungssektor vorübergehend ausgesetzt. Das soll die eigene Bevölkerung vor Arbeitslosigkeit schützen. Malaysia ist eines der wichtigsten Zielländer von Arbeitsmigranten in Asien (vgl. MuB 8/02, 4/98). Bei einer Gesamtbevölkerung von 27 Mio. arbeiten etwa 2,2 Mio. ausländische Arbeitnehmer in dem Land (7,4i%), überwiegend in der Landwirtschaft und im Industriesektor, viele ohne legalen Aufenthaltsstatus. Tausenden von ihnen wurde in den letzten Monaten gekündigt (vgl. MuB 1/09). Bis Ende des Jahres, schätzen Experten, könnten allein 100.000 Indonesier, vor allem Industriearbeiter, entlassen werden.