Ausschreibungen

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Wettbewerb: Menschen und Erfolge 2015 - In ländlichen Räumen willkommen!

Unter dem Motto „In ländlichen Räumen willkommen!“ widmet sich die diesjährige Wettbewerbsrunde dem hochaktuellen Thema der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen. Menschen eine neue Heimat geben, kulturelle Vielfalt gestalten sowie Respekt und Toleranz fördern - das gelingt nur, wenn sich viele dafür engagieren. Als Auslober des Wettbewerbs möchte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gemeinsam mit seinen Partnern Ihr Engagement für Flüchtlinge kennenlernen und in der Öffentlichkeit bekannt machen. Was hilft, das Ankommen in der Fremde zu erleichtern? Wie lassen sich gemeinsame Perspektiven über kürzere und längere Zeiträume entwickeln?

Eingeladen zum Wettbewerb sind Vereine und Initiativen, Gemeinden, Unternehmen, Verbände und Privatpersonen. Die Auslober freuen sich auf Ihre Einsendungen. Zeigen Sie, wie Willkommenskultur in ländlichen Räumen aussieht!

Einsendeschluss ist der 26.05.2015. Informationen und das Teilnahmeformular erhalten Sie auf www.menschenunderfolge.de

 

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Call for Papers: Einladung zur Mitwirkung an dem Sammelband: Bildungsungleichheit und Symbolische Ordnung in der Einwanderungsgesellschaft.
Emre Arslan / Kemal Bozay (Hrsg.)

Ausgangslage und Gegenstand:

Das Thema der Bildungsungleichheit im Kontext der migrationssoziologischen Prozesse ist in den letzten Jahren vielfach in den Fokus sowohl wissenschaftlicher als auch praxisorientierter Diskurse gerückt. Vielfältige Forschungen haben sich mit den Problemen und Ergebnissen der Bildungsungleichheit beschäftigt. Eine neue forschungsbezogene Qualität gewinnt dieser Begriff im Zusammenhang mit dem Diskurs über „Symbolische Ordnung“. Der Bourdieusche Begriff der „symbolischen Ordnung“ wurde bislang hauptsächlich in Genderstudien eingesetzt, um die unsichtbaren Mechanismen der männlichen Herrschaft aufzudecken.

Mit diesem Sammelband haben wir uns das Ziel gesetzt, den Bourdieuschen Diskurs zur „Symbolischen Ordnung“ auf das Themenfeld „Bildungsungleichheit und Migration“ zu übertragen und zu diskutieren. Pierre Bourdieu konstatiert: „Die soziale Ordnung funktioniert wie eine gigantische symbolische Maschine zur Ratifizierung der männlichen Herrschaft, auf der sie sich gründet“. Dabei unterscheidet Bourdieu zwischen dem Ort der Manifestation und dem Ort der Produktion von symbolischer Ordnung und betont, dass die Konzentration auf Orte der Manifestation, also die sichtbarsten Orte der Ausübung des Herrschaftsverhältnisses (z. B. der häusliche Bereich), nicht ausreichend seiend. Bourdieu bezeichnet das Bildungsfeld als Ort der Produktion von symbolischer Ordnung.

Im Kontext von Bildung und Migration sehen wir das Bildungsfeld jedoch nicht nur als Produktionsort, sondern auch als Manifestationsort der symbolischen Ordnung. Zahlreiche Studien belegen, dass vorurteilsbeladene, stereotype und hierarchische Bilder beispielsweise über Migrantenkinder im Schulalltag zur Benachteiligung und Ausgrenzung dieser führen. Solche Manifestationsmomente der Benachteiligung sind in der Praxis jedoch nur ein Teil der Bildungsungleichheit, weil die Vorurteile oder „Bilder im Kopf“ nicht von den individuellen Personen (z. B. der Lehrkraft, die ein Migrantenkind schlechter bewertet) selber produziert werden. Unabhängig von politischen und gesellschaftlichen Einstellungen oder persönlichen Vorlieben sind alle Akteure von der von der sozialen Ordnung produzierten gigantischen Symbolmaschine überwältigt. Hinzu kommt, dass durch die ethnische Segmentation auch „Schieflagen im Bildungssystem“ (re-)produziert werden. Ethnisierungsprozesse im Fokus des Bildungsdiskurses forcieren gegenwärtig Ausgrenzungsmechanismen, die sowohl zur Konstruktion von Fremdbildern beitragen als auch Bildungsungleichheiten erst möglich machen.

Dieser Sammelband konzentriert sich daher innerhalb dieses Diskurses nicht nur auf die Manifestationsmomente im praktischen Schulalltag oder in den Bildungseinrichtungen, sondern möchte zugleich einen Fokus auf die Produktionsmomente der symbolischen Herrschaft im Bildungssystem lenken. Diese analytische Unterscheidung ist nicht zuletzt entscheidend für Strategien gegen die Bildungsungleichheit. Die Auseinandersetzung mit individuellen Entscheidungen oder Vorurteilen auf der Praxisebene bleibt müßig, solange auf struktureller Ebene permanent weiter soziale Ungleichheit produziert wird.
Basierend auf dem Konzept der symbolischen Ordnung beschäftigt sich dieser vorliegende Sammelband mit folgenden Hypothesen:

* Die ungleiche soziale Struktur und auch die Machtasymmetrien in der Gesellschaft produzieren stets eine symbolische Ordnung geprägt von hierarchischen Bildern über die Einwanderergesellschaft.
* In den Bildungseinrichtungen und der Bildungsverwaltung müssen alle Akteure (Lehrer, Eltern, Dozenten, Verwaltung usw.) mit diesen vorgefertigten hierarchischen Bildern umgehen. Anders gesagt, die Bildungseinrichtungen sind ein Manifestationsort der Ungleichheiten, weil durch die produzierte symbolische Ordnung ein hierarchisches Bild über „Fremde“ bereits manifestiert wird.
* Die Bildungseinrichtungen sind gleichzeitig ein Produktionsort der symbolischen Ordnung, weil sie Momente sowohl der Manifestation als auch der Produktion der symbolischen Herrschaft enthalten.
* Die Strategien gegen die Bildungsungleichheit sollen in erster Linie den Produktionsmomenten der symbolischen Herrschaft im Bildungsfeld entgegenwirken.
* Zur Beseitigung der Bildungsungleichheit müssen auch andere Felder mit einbezogen werden, da die symbolische Herrschaft nicht nur von den Bildungseinrichtungen ausgeht, sondern auch in Feldern wie Politik, Religion, und Wirtschaft (re-)produziert wird.

Dieser Sammel- und Herausgeberband soll prinzipiell interdisziplinär ausgerichtet sein. Wenn Sie Interesse an einem Beitrag in dem Sammelband haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit dem vorläufigen Titel Ihres Beitrags an uns. Die fertigen Beiträge sollen bis spätestens 30. August 2015 eingereicht werden. Geplantes Erscheinungsdatum ist Winter 2015/16.
Kontakt: emre.arslan@uni-siegen.de, kemal.bozay@fh-dortmund.de

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Ausschreibung: Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien 2016

Die Universität Augsburg, das Forum Interkulturelles Leben und Lernen (FILL e.V.) und die Friedensstadt Augsburg verleihen 2016 zum 19. Mal in Folge den Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2015.

Der Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien, der 1997 auf Initiative des Gründers von FILL e. V., des Unternehmers und späteren Augsburger Friedenspreisträgers Helmut Hartmann, erstmals ausgeschrieben wurde, zeichnet hervorragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus, deren Forschung sich mit der interkulturellen Wirklichkeit in Deutschland und den damit zusammenhängenden Fragen und Herausforderungen auseinandersetzt. Die Ausschreibung wendet sich an alle wissenschaftlichen Disziplinen und will in besonderer Weise interdisziplinär und innovativ angelegte Qualifikationsarbeiten prämieren. Mit der Vergabe des Preises sollen Anreize für thematisch einschlägige Forschungsarbeiten gegeben und interkulturelle Fragestellungen besonders gefördert werden. Damit ist das Anliegen verbunden, dass die Wissenschaft Forschungsergebnisse bereitstellt, die einen Beitrag zum besseren Verständnis einer von Diversity geprägten Gesellschaft und den hier notwendig werdenden Gestaltungsformen leisten. Durch die Auszeichnung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wird die Bedeutsamkeit interkultureller Studien für ein friedliches Zusammenleben in offenen Gesellschaften hervorgehoben und die wissenschaftliche Entwicklung im Hinblick darauf unterstützt und vorangetrieben.

Eingereicht werden können wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten, die nicht länger als zwei Jahre vor dem jeweils aktuellen Bewerbungsschluss an einer deutschen Universität vorgelegt wurden.

Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis wird für Dissertationen oder Habilitationsschriften vergeben, der Förderpreis in Höhe von 1.500 Euro für Master-, Diplom-, Magister- oder Staatsexamens-Arbeiten.

Bewerbungen sind durch eine/n der betreuenden HochschullehrerInnen mit zwei Exemplaren der Arbeit (in Druckform), einer von der Bewerberin/dem Bewerber erstellten max. vierseitigen Zusammenfassung der Studie (hinsichtlich der Kriterien 1. Motivation, 2. gesellschaftliche Relevanz, 3. Methode, 4. Ergebnisse), den beiden Gutachten der BetreuerInnen (in Kopie) und einem Lebenslauf sowie einem Foto (digital und ein Ausdruck) der Bewerberin/des Bewerbers einzusenden an das Präsidium der Universität Augsburg, Universitätsstr. 2, 86159 Augsburg.

Über die Vergabe des Augsburger Wissenschaftspreises für Interkulturelle Studien entscheidet eine Jury, die sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Augsburg und anderer Universitäten sowie aus Vertretern des FILL e.V. und der Stadt Augsburg zusammensetzt. Beide Preise werden bei einer akademischen Festveranstaltung jeweils im Sommersemester im Goldenen Saal des Rathauses der Friedensstadt Augsburg verliehen.

Ansprechpartnerin:
Dr. Anna-Magdalena Ruile
Persönliche Referentin der Präsidentin der Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-5104
anna.ruile@praesidium.uni-augsburg.de

Weitere Informationen:

http://www.uni-augsburg.de/
http://www.augsburg.de/
http://www.fill.de/